23. September 2019

Kufö besuchte die Stadt der „Staffelbrunser“

Eine Tagesreise mit Kloster Engelberg, Stadtführung Miltenberg und Brauereibesichtigung

Gruppenfoto auf Kloster Engelberg mit dem Ausblick auf Miltenberg, Main und Spessart. Fotos: Krüger

Am vergangenen Samstag starteten Mitglieder und Freunde des Kultur- und Förderkreises Frankfurt-Sossenheim, Kufö, vom Kerbeplatz aus mit dem Bus in Richtung südlicher Spessart. Die Idee für diese Fahrt hatte Joachim Bretz, der seine Kenntnisse an Organisatorin Gabi Timmas weitergab. Im Bus begrüßte sie die Teilnehmer und stimmte sie auf die Tagesfahrt ein.

Erster Anlaufpunkt war das Kloster Engelberg bei Groß-Heubach und hoch über dem Main gelegen. Das Kloster hat seinen geschichtlichen Ursprung um etwa 1300, als dort eine Holzkapelle errichtet wurde. Hier konnten sich die Teilnehmer umschauen, den schönen Garten bewundern und den Ausblick über Miltenberg und den Main und den Spessart genießen. Oder man holte sich eine Brotzeit und ein Getränk, oder auch ein erstes Bier oder Dunkelbier.

Kurz vor 13 Uhr traf die Reisegruppe in Miltenberg ein und wurde von Susanne Breitweg und Ullrich Fleischmann zur „Stadtführung mit vier Köstlichkeiten“ empfangen. Was die vier Köstlichkeiten sind, das konnte eigentlich nur etwas für Gaumen und Magen sein. In zwei Gruppen eingeteilt wurde auch gleich, oder auch nach den ersten Erläuterungen, die erste Köstlichkeit gereicht: Ein Glas „Secco“ vom Weingut Knapp.

Weiter ging die Stadtführung durch die wunderschöne Altstadt von Miltenberg. Miltenberg, erstmals 1237 schriftlich erwähnt, war im Mittelalter eine reiche Stadt. Am Engpass Main zwischen Spessart und Odenwald wurde alles „angezapft“, was hier durchwollte. Aber das ist heute Geschichte. Die zweite Köstlichkeit gab es vor dem Fischhaus Schuster: Leckere Brötchen mit kleinen Meeresdelikatessen.

Sehr bekannt ist auch das Café Sell. Vorbei am Staffelbrunnen und am Bannhaus, wartete hier die nächste Köstlichkeit: Prinzregentenböden, aufgestrichen mit Schokoladen-Buttercreme mit Marzipandeckel und dunkler Kuvertüre. Echt lecker, da wurden die Berichte über zahlreiche Hochwasser mit Rekordhöhen bis in die Hauptstraße fast zur Nebensache. Nun fehlte also nur noch ein Schnäpschen. Und tatsächlich gab es dies als vierte Köstlichkeit: Ein Kräuterlikör vom Feinsten am „Schnatterloch“.

Am „Schnatterloch“ trafen sich die Teilnehmer an der Stadtführung.

Eine zweistündige informative Stadtführung mit leckeren Köstlichkeiten ging mit einem gemeinsamen Foto zu Ende und für Susanne und Ulli gab es anerkennenden Applaus. Aber es stand ja noch die Brauereiführung auf der Agenda.

Im „Brauhaus Faust“ begrüßte Dorothea die Gruppe aus Frankfurt-Sossenheim. Zunächst wurde erst mal Bier, Hell oder Dunkel, oder auch beides, auf den Tisch gestellt. Manchmal auch Sprudelwasser. Aber, das muss man anerkennen, es wurde stets nachgeschenkt. 1554 übernahm Johann Adalbert Faust das Gasthaus mit Brauerei, die heute noch in Familienbesitz ist. Vielfach ausgezeichnet und prämiert werden, ob Dunkel, Hell und Weizen oder auch Alkoholfrei, insgesamt 13 Biersorten hergestellt.

Dorothea erzählte über die Herstellung und die Geschichte des Bieres und das „Reinheitsgebot“. Sie erzählte wie es in Deutschland gebraut wird oder auch weltweit. Auch, dass man nur Gerste und Weizen aus der Region nehme. Sie erklärte den Unterschied zwischen ober- und untergärig und wo der Hopfen herkomme und warum nur der weibliche Hopfen zum Brauen geeignet ist: „Weil der Männliche nichts taugt“. Und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu, „ich meine den Hopfen“. Das erzeugte natürlich einen Lacher.

Anschließend führten Dorothea und Susanne die Teilnehmer durch die verzweigten Keller, „aus denen Fremde alleine nicht rausfinden“, vorbei an den Braustationen 79 Stufen hoch bis über die offenen Gärbottiche. Viel Information also zum Brauvorgang. Und da in dieser Brauerei die Gärbottiche oben offen sind, war das Tragen einer Mundmaske obligatorisch. Zurück ging es nochmal kurz in den Verkaufsraum.

Franz Kissel, rechts, dankte Gabi Timmas und Joachim Bretz für die tolle Organisation.

Am Ende des Tages stand das gemeinsame Essen im, so stand es angeschrieben, ältesten Gasthaus Deutschlands, „Zum Riesen“, auf dem Programm. Der Vorsitzende des Kufö, Franz Kissel, bedankte sich mit einem kleinen Präsent bei Gabi Timmas und Joachim Bretz. Es gab anerkennenden Applaus. Nach einer Stunde Busfahrt war man mit vielen guten Eindrücken zurück in Sossenheim. mk

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