8. Oktober 2018

Sossenheimer Kerb mit tollen Höhepunkten

Am Sonntag standen im Festzelt die Besucher auf den Bänken und sangen mit „Elvis Presley“

Festzug: Den Kerbeburschen folgten Franz Kissel, links, Michael Schneider und die Blasmusik mit Fahnenträgern und Festbesuchern. Fotos und Videos: Krüger

Bei seiner Begrüßung der Festgäste zum Kerbefrühschoppen im Festzelt sagte Franz Kissel, Vorsitzender des Veranstalters, Vereinsring Sossenheim, „Petrus muss ein Sossenheimer sein“. Denn auch der Kerbesonntag war wieder ein sonniger Tag. Und so war auch die Kerb in Sossenheim, sonnig und gelungen und eine schöne Veranstaltung mit besonderen Höhepunkten. Franz Kissel lobte die wieder einmal gute Zusammenarbeit mit den Vereinen sowie die zahlreichen Helfer, „ohne sie und euch kann man ein solches Fest nicht gestalten“. Diese Hilfe wurde auch bereits beim Zeltaufbau geleistet.

Auch beim Zeltaufbau am Freitag musste kräftig zugepackt werden.

Der Kerbesamstag der Kerb begann publikumswirksam mit dem Stellen des Kerbebaum der Kerbeburschen an der Straße Alt Sossenheim, wir berichteten. Die Zeltkerb, immer am ersten Wochenende im Oktober, startete am Samstag. Am Samstagabend hieß es im Festzelt „Get the Party“. Es spielte die Band „SPIT“. Am Anfang war die Musik einigen Besuchern zu laut. Man hörte viel Bass und Drums, was alles andere übertönte. Aber das änderte sich und es wurde auch musikalisch noch ein toller Abend. Eine gute Mischung aus deutschen und internationalen Titeln, aus Oldies und modernen Titeln sorgte dafür, dass im Zelt mitgeklatscht und mitgesungen wurde. Es wurde getanzt und unterm Strich war es ein toller Abend.

„Get the Party“ mit „SPIT“.

Um kurz nach 21 Uhr wurde die Veranstaltung unterbrochen. Das Feuerwerk „800 Jahre Sossenheim“, im August 2018 musste es aufgrund der anhaltenden Trockenheit verschoben werden, stand auf dem Programm. Also marschierten geschätzt gut 600 Besucher ins nahegelegene „Sossenheimer Unterfeld“. Hier erlebten sie ein etwa 15-minütiges Höhen-Feuerwerk erster Klasse. Es war vom „Förderverein 800 Jahre Sossenheim“ finanziert und unter maßgebender Mitwirkung von Uwe Ciemer auch organisiert worden. Ein toller Höhepunkt und Abschluss der Feierlichkeiten „800 Jahre Sossenheim“, für den es viel Applaus mit Bravo-Rufen gab.

15-minütiges Höhen-Feuerwerk im „Sossenheimer Unterfeld“.

Der Kerbesonntag begann traditionell mit dem Kirchweihgottesdienst in der Katholischen Kirche St. Michael. Von der Kirche ging es mit Blasmusik und Fahnenträgern ins Festzelt an der Kurmainzer Straße. Hier fand der „Kerbefrühschoppen“ mit „Die Bibergauer“ statt. Die Bewirtung hatten Vereine aus Sossenheim übernommen. Der Vereinsring ehrte im Festzelt in diesem Jahr für ihr über 50-jähriges ehrenamtliche Engagement in der Vereins- und Jugendarbeit der SG Sossenheim Karin Kohlmann und Gerhard Schneider mit Urkunde und einem Bembel mit ihrem Namen.

Franz Kissel, Mitte, ehrte Karin Kohlmann und Gerhard Schneider.

Im Festzelt erbrachte die „Amerikanische-Versteigerung“ des Kerbebaum durch „Auktionator“ Bernhard Katzenbach und Michael Schneider rekordverdächtige 419,- Euro. Letzter Bieter war Jürgen Lippert, „mir geht es nicht um den Baum, ich wollte nur was spenden“. Er freute sich natürlich und bekam herzlichen Applaus.

Höhepunkt am Sonntag-Nachmittag war die „Elvis-Show“ mit Gerald Dinis. „Seit meinem 6. Lebensjahr begeistere ich mich für Elvis Presley und habe inzwischen 30 Jahre Bühnenerfahrung“, so der Entertainer, in frühen Jahren aus Kärnten nach Deutschland gekommen. Er sang gekonnt die Lieder vom Superstar und, das hat das Festzelt an noch keinem Kerbesonntag erlebt, die Besucher im voll besetzten Zelt standen teilweise auf den Bänken, klatschten begeistert und sangen die Titel mit, oder tanzten im Festzelt. Dafür bekam das närrische Publikum zahlreiche Zugaben, auch weil der Veranstalter begeistert zustimmte. Am Ende sang er das Zelt verlassend und unter stehendem Applaus: „Muss i denn zum Städtele hinaus“.

Die Elvis Presley-Show mit Gerald Dinis begeisterte Jung und Junggebliebene.

Anschließend hatten es die „Bibergauer“ aus Schwarzach zunächst etwas schwer. Aber mit ihrer zünftigen Musik sorgten sie wieder für „Festzeltstimmung“. Ob „Dickebackemusik“, Schlager und internationale Hits oder auch Alpenrock, es ist immer wieder erstaunlich, was diese Band bzw. dieses Orchester musikalisch leistet. Höhepunkt immer wieder das „Trompetenecho“, das super rüberkam und ebenso mit viel Applaus versehen wurde. Offizielles Ende war dann um 18 Uhr. Und wie man hörte, waren auch die Schausteller sehr zufrieden. mk

Video Festzug:

Video Elvis-Show:

Video Feuerwerk:

 

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