7. Juni 2018

Gemeinsam essen verbindet

Zum traditionellen Fastenbrechen im Victor-Gollancz-Haus kamen zahlreiche Gäste

Das Fastenbrechen im Victor-Gollancz-Haus ist inzwischen feste Tradition geworden. Foto: Mingram

Für gläubige Muslime bedeutet der Fastenmonat Ramadan unter anderem, auf Essen und Trinken zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu verzichten. Zum so genannten Fastenbrechen nach Sonnenuntergang hat das interkulturellen Altenhilfe-Zentrum Victor-Gollancz-Haus auch in diesem Jahr wieder eingeladen.

Denn beim Fastenbrechen werden traditionelle Speisen gerne in geselliger Runde genossen. Vertreter der Moschee-Vereine und des türkischen Konsulates, der Migrantenberater Hyseyin Kurt und Sossenheims Sozialbezirksvorsteherin Karin Reichwein waren am 30. Mai Gäste des Fastenbrechens. Sie betonten die Bedeutung des gemeinsamen Essens für ein friedvolles Miteinander, während viele fleißige Helferinnen mit einem köstlichen Menü bereitstanden. Um 21.29 Uhr war es dann soweit und allen war die Freude über das leckere Mahl zu später Stunde anzumerken.
Im interkulturellen Altenhilfe-Zentrum Victor-Gollancz-Haus werden kultursensible Pflege und das Beibehalten gewohnter Gepflogenheiten groß geschrieben. Daher ist auch das Fastenbrechen im Ramadan jedes Jahr ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Im muslimischen Wohnbereich der Einrichtung an der Kurmainzer Straße leben 36 Menschen muslimischen Glaubens. Gefastet wird jedoch auch nicht im Ramadan. Dies wäre angesichts des hohen Alters der Senioren der Gesundheit nicht zuträglich, Dennoch bedeutet das Fastenbrechen für die muslimischen Bewohner wie für deren Pflegekräfte eine lieb gewordene Tradition. Außerdem ist das türkische Essen im Victor-Gollancz-Haus sehr beliebt und wird auch von vielen Nicht-Muslimen geschätzt. mi

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