1. September 2016

Mentor Hessen e.V. feierte 10-jähriges Bestehen

Jubiläumsveranstaltung auf dem Campus Westend der Goethe-Universität

Aus Sossenheim nahmen 16 der 27 Mentoren an der Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen teil. Foto: Krüger

Mehr als 10.000 Mentorinnen und Mentoren gibt es in Deutschland. Der Verein Mentor Hessen e.V., dessen Vorsitzender Georg Kowalski ist, wurde am 29. Juni 2006 gegründet. Inzwischen leisten in diesem Verein über 900 Mentorinnen und Mentoren ehrenamtliche und vor allem erfolgreiche Leselernhilfe für Schüler der 2. bis 4. Klassen. Die Leselernhilfe, ein 1:1-Unterricht einmal pro Woche, wird von Politik und öffentlichen Institutionen gefördert.

In Sossenheim ist Mentor Hessen e.V. seit Dezember 2011 aktiv. Nach dem so erfolgreichen Start in der Albrecht- Dürer- und der Henry-Dunant-Schule wurde von Sossenheim aus der Frankfurter Westen gewonnen.  Heute sind in Nied 24 Mentoren aktiv, in Sindlingen wächst die Gruppe aktuell auf derzeit 14 Ehrenamtliche und in Höchst sind es 2 Mentoren. In Sossenheim sind 30 Kinder in der Betreuung von 27 Mentoren. Robert Taddiken, Mentor und überaus engagierter Koordinator im Frankfurter Westen, sagt hierzu: „Es sind alle ehrliche und positiv denkende Persönlichkeiten mit enormen Engagement, mit denen zusammenzuarbeiten eine Ehre ist und viel Freude macht“.

Der Frankfurter Westen ist mit derzeit 67 Leselernhelfern der größte Regional-Verband in Hessen. Doch in allen Schulen ist noch Bedarf an weiteren Mentoren. „Die Tätigkeit macht glücklich, die Mentoren bestimmen selbst Ihr Vorgehen und gestalten die Aufgabe selbst“, sagt Taddiken.  Wer also mitmachen möchte und einem Kind ein Jahr lang 1-oder 2 Stunden wöchentlich helfen möchte, wendet sich an: Robert Taddiken: 069 34828586 oder r.taddiken @arcor.de

Die Feier am 31. August zum zehnjährigen Bestehen wurde von Tim Frühling, Moderator im hessischen Rundfunk, mit viel Charme moderiert. Zunächst begrüßte er Stadträtin und Dezernentin für Soziales, Senioren, Jugend und Recht, Prof. Dr. Daniela Birkenfeld, auf der Bühne. Sie sagte in ihrer Rede, dass für sie das Lesen einen sehr hohen Stellenwert hat und ein wichtiger Bestandteil für Integration ist. „Als Frankfurterin bin ich froh, dass sie einen Beitrag zur Integration leisten und dass sie immer wieder so viele dazu gewinnen. Sie stecken die Kinder mit ihrer Lesefreude an“. Und abschließend sagte sie, „bitte bleiben Sie am Ball“.

Anschließend moderierte Tim Frühling eine Gesprächsrunde, an der auch der Schulleiter der Albrecht-Dürer-Schule, Stefan Leicher, teilnahm. Sie diskutierten darüber, was hat sich seit Vereinsgründung verändert, welchen Anforderungen sehen sich die Mentoren gegenüber und wie geht es weiter.

Sodann hatte Mundart-Rezitator Mario Gesiarz das Wort, und „des in Frankforderisch“: „Lass uns babbele“. Nicht alle Anwesenden im Saal kamen aus Frankfurt und hatten so manches Mal ihr Problem das „Gebabbel“ zu verstehen, aber lustig war‘s.

Warum die Arbeit der Mentoren so wichtig und warum Lesen so schön ist, erläuterte auf der Bühne Krimi-Autorin Nele Neuhaus und der Gründer von Mentor, Otto Stender. Abschließend referierte Staatsminister Axel Wintermeyer das Thema: „Ehrenamt und Integration“. Er lobte die gute und wichtige Arbeit der Mentoren und sagte abschließend, „wir werden in Hessen ihr Tun und ihr Engagement verfolgen“. Moderator Tim Frühling bedankte sich bei allen Gästen und Teilnehmern an der Veranstaltung, bei allen Helferinnen und Helfern und schloss die Jubiläumsveranstaltung ab. mk

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