16. März 2016

Der „Begge Peder“ einmal ohne schiefe Zähne

Peter Beck sammelt Spendengelder zugunsten krebskranker Kinder

Der hessische Hausmeister „Begge Peder“ verblüffte sein Publikum im Sossenheimer Volkshaus. Denn unter den beiden Weinflaschen-Hüllen befanden sich insgesamt sechs Flaschen und zwei gefüllte Weingläser. Foto: Krüger

„Er kommt aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, in Hessen und heißt Peter Beck, alias Begge Peder“, begrüßte der Vorsitzende des Kultur- und Förderkreises (Kufö), Franz Kissel, den hessischen Hausmeister mit seinem Programm „Mo gugge“. Dabei kam Peter Beck am 28. Februar ganz zivil gekleidet auf die Bühne des Volkshauses.

„Meint ihr, ich bin blöd“, begrüßte Peter Beck in Bezug auf sein ziviles Aussehen die Besucher, zog den Hausmeisterkittel an, setzte Hut und die Brille auf und fügte hinzu: „Ich steck mir die Zähne in den Mund und dann bin ich blöd. Ich betone, ich spiele den `Begge Peder´ nur.“ Damit war das Eis sofort gebrochen.
Es folgten Witze, Kalauer und Geschichten, die unnachahmlich raus und rüber kamen und das Publikum so zum Lachen brachten, dass kein Auge trocken blieb. Ob er vom Anton, dem Günter oder des Marlies erzählte, oder von seinem Bub, der Frau oder der Familie, dem Verein, vom Fußball, der WM oder den Erlebnissen am Bau, beim Wellness oder gar in der Sauna, stets gab es Lacher und spontanen Applaus.
Und er haderte mit den beiden verdeckten Weinflaschen auf dem Tisch, dies mit viel Geschick und zur Freude des Publikums. Zu seiner und des Publikums Überraschung waren am Ende sechs Flaschen und zwei gefüllte Weingläser unter den zwei „Hüllen“ verdeckt. Nach einer Stunde war erst mal Pause für die Lachmuskeln.
Zuschauer Georg Kowalski war begeistert: „Seine Pointen kommen genau auf den Punkt und sind sehr unterhaltsam.“ Und Ehefrau Inge fügte hinzu: „Ich bin aus dem Lachen nicht rausgekommen.“ Unter den Gästen war auch der Sossenheimer Landtagsabgeordnete Uwe Serke: „Es tut gut, mal richtig herzhaft zu lachen.“ Auch Renate Döring aus Sossenheim und Freundin Roswita Kalich aus Praunheim waren voll des Lobes und sagten: „Der Mann ist Spitze, der bringt ´was und der Kufö macht immer wieder ´was Tolles für Sossenheim.“
Nach 20 Minuten „Lachpause“ ging es mindestens genau so unterhaltsam weiter. Der „Begge Peder“ berichtete von seinen Erlebnissen bei der Bundeswehr in der Fahrschule, wo ihm „ein Lenkrad so groß wie eine Familienpizza“ vorkam. Er arbeitete in der „Gießerei“ und als „Schoppezähler“ – mit der Geste des Weintrinkens dargestellt. Es folgte Lacher auf Lacher, bis er zum Abschluss tosenden Applaus bekam.
Damit war aber nicht Schluss. Peter Beck berichtete von seiner Spendenaktion zugunsten krebskranker Kinder, die bisher mehr als 240.000 Euro eingebracht habe. Die Besucher dürften gerne teilnehmen, dafür sei im Foyer etwas vorbereitet. Und er gab gerne noch zwei wahnsinnig gute Witze als Zugabe. Franz Kissel bedankte sich bei den gut 300 Besuchern und überreichte dem Komiker eine übergroße Bierflasche als Dank für das tolle Programm auf der Bühne.
Im Foyer brauchte Peter Beck noch eine Stunde, um allen Autogramm- und Fotowünschen nachzukommen. Einige hielten sich nach den zwei Stunden ungezwungenem Dauerlachen noch immer den Bauch und haben vermutlich einen Lachmuskelkater davon getragen. mk

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